Prof. (em.) Dr. Martin Okrusch

Lehrstuhl Geodynamik und Geomaterialforschung

Direktor des Instituts für Mineralogie der Universität Würzburg von 1982 bis 2000

Mineralogie
Petrologie der magmatischen Gesteine
Petrologie der metamorphen Gesteine
Erzpetrologie und Lagerstätten

Geographiegebäude (ehemaliges Mineralogiegebäude)
Zimmer 338

E-Mail: okrusch@uni-wuerzburg.de
Telefon: (0931) 31 84693

Institut für Geographie und Geologie
Am Hubland
97074 Würzburg

 
 

 

Lebenslauf und Bildungsgang

  • 1934: Am 3. Dezember in Guben/Niederlausitz geboren.
  • 1941 bis 1953: Grund- und Oberschule in Guben
  • 1953: Im April aus weltanschaulichen Gründen zwischen schriftlicher und mündlicher Reifeprüfung vom Schulbesuch ausgeschlossen; Flucht nach Westberlin
  • 1954: Reifeprüfung in West-Berlin
  • 1954/55 bis 1956: Studium der Erdwissenschaften an der Freien Universität Berlin
  • 1956/57 bis 1961: Studium der Mineralogie mit den Beifächern Geologie und Physikalische Chemie an der Universität Würzburg
  • 1961: Promotion
  • 1962: Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft
  • 1962 bis 1970: Wissenschaftlicher Assistent am Mineralogischen Institut der Universität Würzburg
  • 1968: Habilitation für das Fach Mineralogie
  • 1968 bis 1969: Studienaufenthalt am Department of Geology and Geophysics, University of California in Berkeley, zunächst als DFG-Stipendiat, dann als Visiting Assistent Professor
  • 1970 bis 1972: Wissenschaftlicher Rat und Professor (H3) am Mineralogisch-Petrographischen Institut der Universität zu Köln
  • 1972 bis 1982: Ordentlicher Professor (H4/C4) und Direktor des Mineralogisch - Petrographischen Instituts der Technischen Universität Braunschweig
  • 1982 bis 2000: Ordentlicher Professor (C4) und Vorstand des Instituts für Mineralogie und Kristallstrukturlehre der Universität Würzburg
  • 2000: Ab 1. Oktober emeritiert.

 

Ehrenämter

  • WS 1982/83 bis SS 1986: Dekan der Fakultät für Geowissenschaften der Universität Würzburg.
  • WS 1994/95 bis SS 2000: Mitglied des Senats der Universität Würzburg. Mehrere Jahre Mitglied der Senatskommission für Haushalts-, Raum- und Bauangelegenheiten der Universität Würzburg.
  • April 1996 bis September 2000: Sprecher des Graduiertenkollegs „Geowissenschaftliche Gemeinschaftsforschung in Afrika“ der Fakultät für Geowissenschaften der Universität Würzburg.
  • 1983 bis 1991: Fachgutachter der Deutschen Forschungsgemeinschaft, davon die letzten 4 Jahre
  • Vorsitzender des Fachausschusses „Feste Erde“.
  • Mehrfach Gutachtertätigkeit für den Schweizerischen Nationalfond zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (SNF) und des österreichischen Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF).
  • 2001 und 2003 Teilnahme an der Evaluation der geowissenschaftlichen Fächer an den Universitäten Wien und Graz.
  • 1988 und 1989: Vorsitzender der Deutschen Mineralogischen Gesellschaft, 1990 stellvertretender Vorsitzender.
  • seit 1976: Mitglied des Fachbeirates/Advisory Boards von „Tschermaks Mineralogische und Petrographische Mitteilungen/Mineralogy and Petrology“, Verlag Springer, Wien.
  • seit 1990: Associate Editor von „Chemie der Erde/Geochemistry“, Gustav Fischer Verlag/Verlag Elsevier, Jena.

 

Ehrungen

  • 1994: Friedrich-Schiller-Medaille der Universität Jena
  • 2004: Wahl zum Fellow der Geological Society of South Africa
  • 2005: Jubilee Medal Award der Geological Society of South Africa (zusammen mit Birgit Gruner und Thomas M. Will) für die beste Publikation im Band 107 des South African Journal of Geology“

 

Petrologie und Geochemie metamorpher und magmatischer Gesteine sowie von Erzlagerstätten; gesteinsbildende Minerale, Archäometrie. Kooperation mit in- und ausländischen Arbeitsgruppen auf dem Gebiet der Geochronologie und Isotopen-Geochemie.

198 Publikationen in deutschen und internationalen Zeitschriften sowie als Buchbeiträge (ohne Abstracts). Vollständige Überarbeitung des Lehrbuchs „Mineralogie – Eine Einführung in die spezielle Mineralogie, Petrologie und Lagerstättenunde“ von M. Okrusch und S. Matthes, 7. Aufl., 526 S., 328 Abb., davon 33 in Farbe, Springer, Berlin – Heidelberg – New York.

Betreuung oder Mitbetreuung von 31 Diplomarbeiten und 37 Dissertationen.

Regionale Schwerpunkte:

• Metamorphe und magmatische Gesteine sowie hydrothermale Vererzungen in der MitteldeutschenKristallinzone, insbesondere Spessart und Odenwald.

• Kristallines Grundgebirge in Ostbayern, u.a. im Umfeld der Kontinentalen Tiefbohrung derBundesrepublik Deutschland (KTB); KTB-Kernmaterial.

• Metamorphe Gesteine der Helleniden im Blauschiefer-Gürtel der Kykladen, auf Samos undauf Kreta.

• Metamorphe und magmatische Gesteine im panafrikanischen Damara-Orogen und im Kaoko-Gürtel Namibias; prä-panafrikanisches Grundgebirge im Nordwesten Namibias.

• Metamorphe Gesteine im panafrikanischen Kristallin der Sinai-Halbinsel, Ägypten.

• Granitoide im Dehli Fold Belt, Nord-Indien.

 

Okrusch, Martin und Matthes, Siegfried (2005):
Mineralogie. Eine Einführung in die spezielle Mineralogie, Petrologie und Lagerkundenstätte.
Springer. Berlin.
 
Vollständige Publikationsliste hier