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    Alumni Geographie

    Leipzig: Stadtentwicklung und Verkehr (Frühjahr 2012)

    Exkursionbericht der Leipzig Exkursion

    Am 27. und 28. Mai 2012 konnten wir uns zwei Tage lang die Besonderheiten des schönen Leipzigs und seiner Umgebung anschauen. Schon die Anfahrt war dabei höchst informativ, wusste doch Herr Schliephake einiges über die verschiedenen Bahntrassen auf dem Weg nach Leipzig zu erzählen. Nach einem kleinen Schlenker über Naumburg, wo wir die auf privatem Betreiben hin wieder in Betrieb genommene Straßenbahn getestet haben, hat uns Tilman Schenk am Leipziger Hauptbahnhof in Empfang genommen.  Bei seiner sachkundigen Stadtführung stand dabei – wie auf der ganzen Exkursion – die Verkehrsentwicklung v.a. des Schienennahverkehrs in Leipzig stark im Fokus. Örtliches Großprojekt ist der City-Tunnel , der den Hauptbahnhof mit dem Bayerischen Bahnhof verbindet und besonders die verkehrliche Erschließung der Innenstadt bewerkstelligen sowie die Fahrtzeit in Nord Süd Richtung verkürzen soll. Wie bei so vielen Großbaustellen jedoch hat sich auch in Leipzig die Eröffnung auf voraussichtlich 2013 verspätet, die ursprünglich veranschlagten Kosten auf knapp 1 Mrd. € fast verdoppelt. Zudem wird der Nutzen der S-Bahn in Frage gestellt, da das zu sinnvollem Betrieb einer S-Bahn nötige Umland in Leipzig nur dünn besiedelt ist (was die Prognosen der zukünftigen Nutzung der neuen Linie in Frage stellt). Dass die Mittel auch an anderer Stelle benötigt würden, durften wir beim Besuch des Tagebausees (Markleeberger See) im Leipziger Süden, der nur durch mehrmaliges Umsteigen mit dem Bus zu erreichen ist, feststellen. Der gemeinsame Abend klang gemütlich an besagtem Münchner Bahnhof aus, der uns mit interessanten Getränken zu überraschen vermochte.

    An Tag zwei standen die beiden Städte Weißenfels, wo uns Prof. Linke interessante Einblicke in die Stadtentwicklung der letzten Jahre gab, und Zeitz auf dem Programm. Gerade in Zeitz wurde der Bevölkerungsrückgang und Verfall der örtlichen Industrie z.B. anhand des Baubestandes deutlich. Mit zahlreichen spannenden Eindrücken im Gepäck traten wir schließlich am Samstag Abend die Heimreise an, nicht ohne dabei ausdrücklich Herrn Schliephake für die gelungene Organisation dieser kleinen, aber feinen Exkursion zu danken.