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    Alumni Geographie

    Metropole Basel im Dreiländereck (Herbst 2012)

    Metropole Basel im Dreiländereck - Stadtstruktur und Verkehrsplanung (19.-20.10.2012)

    Bei herrlichem Herbstwetter starteten wir bereits um kurz nach 6.30 Uhr am Würzburger Hauptbahnhof unsere dritte Alumni Exkursion, die uns dieses Mal ins Dreiländereck nach Basel führen sollte. Dem Organisator Konrad Schliephake ist es dabei zu verdanken, dass wir nicht  nur sehr kostengünstig die Reise absolvieren konnten, sondern zudem - quasi im Vorbeifahren - einiges zu den verkehrlichen Erschließungsmaßnahmen v. a. Heilbronns durch den Karlsruher Verkehrsverbund lernen konnten.

    In Basel angekommen, konnten wir einiges zur bewegten Geschichte der freien Reichsstadt Basel im Dreiländereck erfahren. Spannend ist dabei beispielsweise, dass sich diese bewegende Geschichte im Spannungsfeld verschiedener Nationen auch heute - durchaus typisch für eine frühere freie Reichsstadt - in der Baustruktur niederschlägt. Wie auf dem Foto der Spalenvorstadt zu sehen (Foto 2) sind z.B. der Gebäudeabstand zur Straße oder auch Geschossanzahl und -höhe keineswegs regelmäßig.

    Klar strukturiert dagegen ist das hafennah gelegene Viertel der Chemischen Industrie, die an den Rhein als Brauch- und Kühlwasserlieferanten gebunden ist. Demzufolge ist auch heute noch Novartis der wichtigste Arbeitgeber der Region. Dabei erstreckt sich das Betriebsgelände dieses Unternehmens und einzelne Gebäude sogar über die Staatsgrenze hinweg und es wurde ein eigener Grenzübergang zwischen Frankreich und der Schweiz für dieses Unternehmen geschaffen und betrieben. Dass nicht immer und in allen Bereichen die Zusammenarbeit zwischen den drei Ländern optimal ist, wird dabei an den öffentlichen Verkehrsmitteln deutlich, die weitestgehend nur bis zur jeweiligen Grenze verkehren und für Weiterfahrten oftmals ein Umsteigen erforderlich machen. Dagegen ist das Verkehrs- und v.a. Straßenbahnnetz insgesamt v.a. im Stadtgebiet Basel hervorragend ausgebaut. Welche lokalen Auswirkungen die Finanzkrise und daraus resultierend die starken Wechselkursschwankungen zu Gunsten des Schweizer Franken aktuell hat, wurde beim Besuch zweier Einkaufszentren in Basel und - etwa 2 km entfernt und nur etwa 100 m nach der Schweizer-Deutschen Landesgrenze in Weil am Rhein deutlich (Foto 3: Stücki in der Schweiz, links; Foto 4: Rhein Center in Deutschland, rechts).

    Wobei Florian Harder, der zusammen mit Johannes Fischer und Harald Hickel als lokale Experten unsere Exkursiongruppe vor Ort fachkundig durch die Stadt führte, zu berichten wusste, dass das kostenoptimierte Leben im Dreiländereck (in der Schweiz arbeiten, in Frankreich wohnen und in Deutschland einkaufen) v.a. von der jüngeren, hochmobilen und gut ausgebildeten Generation Zugezogener gepflegt wird, während Alteingesessene kaum über die Staatsgrenzen hinaus mobil sind.