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Institut für Geographie und Geologie

Univ.-Prof. Dr. Hubert Job

Sprechstunde
Dienstag 14:00-16:00 Uhr (während der Vorlesungszeiten)

Anschrift
Universität Würzburg
Institut für Geographie und Geologie
Lehrstuhl für Geographie und Regionalforschung
Am Hubland
97074 Würzburg

Sekretariat
Karin Menz
Zimmer 312
Tel.: +49 931 31-85553
Fax: +49 931 31-855530
E-Mail: karin.menz@uni-wuerzburg.de

Öffnungszeiten
Di - Do 07:30-11:00 Uhr

Aktuelle Forschung und Projekte

Ambivalenzen einer kulturellen Ökosystemdienstleistung – empirische, ästhetische und naturphilosophische Aspekte der Totholzwahrnehmung

  • Auftraggeber: Wissenschaftszentrum Umwelt der Universität Augsburg
  • Laufzeit: 08/2017-12/2018
  • Leitung: Dr. Joachim Rathmann & Prof. Dr. Uwe Voigt (Philosophie Universität Augsburg)

Alte und absterbende Bäume sind Teil naturnaher Wälder. Das sogenannte „Totholz“ spielt dabei eine entscheidende Rolle als Grundlage für einen großen Teil der Vielfalt von Arten und für wichtige ökologische Prozesse. Die positiven Effekte dieser Prozesse auf die Möglichkeit für uns Menschen, Ökosysteme dauerhaft zu nutzen, werden unter dem Begriff „Ökosystemleistungen“ (ÖSD) zusammengefasst. Zu den sog. kulturellen Ökosystemleistungen zählen Identität, kulturelles Erbe, Inspiration, Erholung sowie ethische, spirituelle und religiöse Werte. Zentrales Anliegen der vorliegenden Projektskizze ist es, die ambivalente Wahrnehmung von Totholz in einem kulturellen Umfeld, dem Augsburger Stadtwald, in aufeinander aufbauenden Schritten aus empirischer, ästhetischer und naturphilosophischer Perspektive zu untersuchen.


Naturkapital Bayern – Machbarkeitsstudie zur ökonomischen Bewertung von Naturkapital und Ökosystemleistungen in Bayern

Ökosystemleistungen oder Ökosystemdienstleistungen (ÖSD) sind seit einigen Jahren ein etablierter Begriff, um Leistungen der Natur für den Menschen zu beschreiben Ein wichtiges Ziel der ÖSDs liegt darin, Leistungen des Naturhaushaltes besser in planerischen Entscheidungsprozessen gegeneinander abzuwägen, um Schäden an Ökosystemen zu vermindern. Hierbei ist insbesondere die Monetarisierung der ÖSDs ein zentraler Aspekt, um Kosten und Nutzen bestimmter Projekte oder intendierter Nutzungen auch ökonomisch bewerten zu können. Das Naturkapital stellt dabei den gesamten Wert der ÖSDs für den Menschen dar. Dadurch ist das ÖSD-Konzept sehr interdisziplinär angelegt und verbindet Prozesse in Ökosystemen mit sozialen und ökonomischen Komponenten. Gleichzeitig wird dabei eine Brücke von der Ökonomie zu ökologischen Wissenschaften gebaut, die es ermöglicht, Maßnahmen des Natur- und Umweltschutzes ökonomisch zu bewerten. In dem Vorhaben wird für ausgewählte Modellregionen insbesondere eine Bewertung von Flächen des Bayerischen Vertragsnaturschutzprogrammes (VNP) und von sog. Kompensationsflächen, Flächen für Ausgleichs– und Ersatzmaßnahmen betreffend baulicher Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft, vorgenommen.


Potenzialanalyse des Naturtourismus im Biosphärengebiet Schwarzwald

Die Untersuchung im neu ausgewiesenen Biosphärengebiet Schwarzwald bietet in einer bislang einmaligen Dimension einen besonderen Erkenntnisgewinn, denn zum ersten Mal wird in Deutschland der Ist-Zustand des Naturtourismus in einem Biosphärenreservat abgebildet werden, der sich ohne jeden Einfluss durch die Ausweisung als Großschutzgebiet und das dementsprechende naturschützerische Prädikat darstellt. Eine mit zeitlichem Abstand von z.B. zehn Jahren im Anschluss an die jetzige Untersuchung durchgeführte Folgestudie im Sinne einer ex post-Analyse könnte somit erstmalig in Deutschland für ein Biosphärenreservat die explizit aufgrund der Ausweisung des Großschutzgebietes induzierte Entwicklung des Naturtourismus aufzeigen. Bisher wurde lediglich der Nationalpark Schwarzwald vom Lehrstuhl für Geographie und Regionalforschung zu einem ähnlich frühen Zeitpunkt seiner Entwicklungsgeschichte quasi ex ante untersucht, sodass auch eine vergleichende Betrachtung der naturtouristischen Entwicklung in unterschiedlichen Schutzgebietskategorien möglich ist. Im Sinne einer nachhaltigen Regionalentwicklung könnte dadurch aus Sicht der Schutzgebietsverwaltungen ein Weg aufgezeigt werden, einen „optimalen“ Mix an Produkten in der Destination anzubieten, der insgesamt ökonomisch profitabel und zugleich ökologisch verträglich ist („low impact but high yield“) – also im originären Sinne des Wortes nachhaltig ist.


Akzeptanz des Nationalparks Berchtesgaden bei der lokalen Bevölkerung sowie in Bayern

Akzeptanz des Nationalparks Bayerischer Wald bei der lokalen Bevölkerung sowie in Bayern

Die Ausweisung von Schutzgebieten stellt eines der der wirkungsvollsten Instrumente der Naturschutzpolitik dar, um den Anliegen des Naturschutzes adäquat entgegenzukommen. Nationalparke verfolgen als eine Kategorie der unterschiedlichen Schutzgebiete das Ziel, im überwiegenden Teil ihres Gebietes den möglichst ungestörten Ablauf der Naturvorgänge in ihrer natürlichen Dynamik zu gewährleisten. Darüber hinaus sollen sie der wissenschaftlichen Umweltbeobachtung, der naturkundlichen Bildung und dem Naturerlebnis der Bevölkerung dienen. Ob bei der Ausweisung der Nationalparke von einer erfolgreichen Maßnahme gesprochen werden kann, hängt entscheidend von der Akzeptanz der lokalen Bevölkerung und des Landes insgesamt ab. Die beiden  Forschungsprojekte untersuchen heute die Akzeptanz der Nationalparke Bayerischer Wald und Berchtesgaden – knapp 50 bzw. 40 Jahre nach deren Ausweisung. Dadurch können auch die möglichen Veränderungen in der Umweltwahrnehmung der Bevölkerung im Zeitverlauf seit der Gründung und im Vergleich zu früher durchgeführten Studien aufgezeigt werden.


Aktuelle und potentielle regionalökonomische Effekte durch Naturtourismus in den Naturparken Kyffhäuser und Südharz

Um eine Inwertsetzung der Südharzer Gipskarstregion im Freistaat Thüringen darzustellen, werden für das Gebiet der bestehenden Naturparke Südharz und Kyffhäuser die aktuell bestehenden und potenziell zu erwartenden regionalökonomischen Wirkungen durch Naturtourismus untersucht. Dabei wird die Standardmethodik von Job et al. 2006 angewendet, um eine Vergleichbarkeit der Ergebnisse mit anderen Nationalen Naturlandschafen in Deutschland und konkret mit den parallellaufenden Erhebungen im Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz zu ermöglichen. 


Ermittlung der sozioökonomischen Effekte des Tourismus in deutschen UNESCO Biosphärenreservaten

Biosphärenreservate erfüllen gemäß ihren Zielsetzungen eine große Bandbreite an Aufgaben, die sich allem einem nachhaltigen Umgang mit unserer Umwelt widmen. In Deutschland versuchen sie als Modellregionen die Lösung strukturpolitischer Herausforderungen in peripheren Räumen anzugehen. Dem Tourismus kommt an dieser Stelle eine besondere Rolle zu, da er vielfach als ideale Möglichkeit zur Inwertsetzung der jeweiligen Landschaften gesehen wird. Es stellt sich daher die Frage, welcher regionalökonomische Nutzen vom Tourismus in Biosphärenreservatsregionen ausgeht und wie sich dieser ursächlich auf das Schutzgebiet zurückzuführen lässt. Mittels Besucherzählungen und -befragungen in mehreren deutschen Biosphärenreservaten werden aktuell die notwendigen Informationen hierfür erhoben. In Verbindung mit bereits vorliegenden Ergebnissen aus den übrigen deutschen Biosphärenreservaten liegt dann eine solide Basis für den Aufbau eines sozioökonomischen Monitoringsystems vor. Dieses ist von der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Naturschutz, Landschaftspflege und Erholung (LANA) unlängst beschlossen worden und soll ab dem Jahr 2020 in deutschen Biosphärenreservaten und Nationalparken Anwendung finden.


Biologische Vielfalt und Ökosystemleistungen von Wäldern mit Fokus auf Holz: Neue Wege der nachhaltigen Nutzung im Spannungsfeld zwischen Ökologie, Ökonomie und Klimawandel (BioHolz)

Das BioHolz-Projekt trägt durch ein integriertes Forschungs- und Umsetzungsprogramm dazu bei, die Ziele der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt in Bezug auf Wälder zu erreichen. Dafür werden Wissensdefizite in Bezug auf Ökosystemleistungen von Wäldern ausgeräumt und Managementkonzepte erprobt, die einen optimalen Schutz von biologischer Vielfalt und eine bestmögliche Bereitstellung verschiedener Ökosystemleistungen zum Ziel haben. Das Gesamtprojekt hat daher zum Ziel, Ökosystemleistungen von Wäldern in Abhängigkeit von unterschiedlichen Verwendungsoptionen für Holz zu analysieren und bundesweit anwendbare Konzepte zu entwickeln, die ein ausgewogenes Dargebot der unterschiedlichen Ökosystemleistungen ermöglichen.


Einzelhandels-Monitoring Innenstadt Würzburg

  • Kooperation mit der Stadt Würzburg
  • Laufzeit: seit 2006
  • Leitung und Ansprechpartner: Prof. Dr. Ralf Klein

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