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Institut für Geographie und Geologie

Fernerkundung für die hydrometeorologische Überwachung (2012)

Nach einem erfolgreichen ersten Kurs zur Nutzung von Satellitenfernerkundung im Landmanagement im Jahr 2011 konnte im Juli 2012 ein weiterer Kurs im Rahmen des vom Auswärtigen Amt geförderten CAWa – Projektes („Wasser für Zentralasien“) organisiert werden. Zusammen mit dem Geoforschungszentrum Potsdam (GFZ) wurde ein 5-tägiger praktisch orientierter Workshop zum Thema ‚Nutzung der Satellitenfernerkundung für Hydrologische Fragestellungen in Zentralasien‘ in Potsdam durchgeführt. Die 18 Teilnehmer des Kurses kamen dabei erstmals aus allen sechs Zentralasiatischen Ländern: Kasachstan, Usbekistan, Turkmenistan, Kirgistan, Tadschikistan und Afghanistan.

Der Workshop zielte auf die Vermittlung von Basiswissen zu hydrologischen Modellierung mithilfe von Fernerkundungsdaten. Dazu wurde theoretisches Basiswissen in der Satellitenfernerkundung ebenso vertieft wie die praktische Erstellung von Wassereinzugsgebieten aus SRTM Höhendaten oder die räumliche Interpolation. Als Gastvortrag von Hr. Abror Gafurov wurde die Erstellung von täglichen Schneemasken für Zentralasien vorgestellt. Alle Teilnehmer erhielten am Ende des Workshops ein Zertifikat.

Der praktische Teil des Kurses erfolgte auf der GIS-Software ArcGIS. Die Veranstaltung wurde von den Universitätsmitarbeitern Gunther Schorcht und Elisabeth Fliemann durchgeführt. Die Organisation des Kurses oblag Stephan Duckert und Katy Unger-Shayesteh vom GFZ.

Liste der Kursinhalte

Tag 1:

  • Theoretische Grundlagen der Satellitenfernerkundung
  • Hintergrund über das CAWa Projekt
  • Praktische Einführung in ArcGIS
  • Datendownload und Visualisierung

Tag 2:

  • Download, Visualisierung von SRTM Höhendaten für Zentral Asien
  • ArcGIS Toolbox für Rasterdaten
  • Ableitung von Wassereinzugsgebieten und Flussläufen für ausgewählte Gebiete im Zentralasiatischen Gebirge

Tag 3:

  • Berechnung von täglichen Schneemasken in Zentralasien
  • Schätzung der jährlich verfügbaren Wassermenge für Wassereinzugsgebiete

Tag 4:

  • Vektordaten und ArcGIS
  • Räumliche Interpolation auf Basis selbst erhobener Punktdaten zu hydrologischen Fragestellungen
  • Kartenerstellung in ArcGIS

Tag 5:

  • Wiederholung der Woche
  • Eigenständiges Projekt
  • Präsentation der Ergebnisse
  • Aushändigung der Zertifikate

Schulungsmaterialien stehen auf Anfrage zur Verfügung.