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Intern
INSTITUT FÜR GEOGRAPHIE UND GEOLOGIE

Kawohl, Alexander

MSc Alexander Kawohl

Doktorand am Lehrstuhl für Geodynamik und Geomaterialforschung

E-Mail: alexander.kawohl@uni-wuerzburg.de

Institut für Geographie und Geologie
Am Hubland
97074 Würzburg

Campus Hubland Süd
Geographiegebäude
Zimmer 323

nach Vereinbarung

  • magmatische Petrologie und Geochemie
  • Erzmineralogie
  • regionale Geologie von Ontario, Kanada
  • Geologie von Einschlagskratern

Exploration der Temagami Anomalie (Ontario, Kanada) und ihre Verbindung zum 1.85 Ga Sudbury Impaktereignis

Eine detaillierte Beschreibung des Projekts befindet sich hier

Dieses Projekt zielt darauf ab, die endgültige geologische Ursache der Temagami geophysikalischen Anomalie (Ontario, Kanada) zu erklären, die eine der größten bisher ungeklärten magnetischen Anomalien in Nordamerika ist. Die Anomalie ist von herausragendem wissenschaftlichem und wirtschaftlichem Interesse, da sie direkt an den 1,85 Ga Sudbury Komplex angrenzt - die zweitgrößte Impaktstruktur der Erde und, dank der weit verbreiteten Ni-Cu-PGE-Sulfidmineralisation, einer der reichsten Bergbaudistrikte der Welt. Die Temagami Anomalie spiegelt die magnetische Anomalie des Sudbury Komplexes in Form, Größe und Intensität wider. Der Mangel an Aufschlüssen und bis vor kurzem an Bohrlöchern verhinderte ein korrektes geologisches Verständnis, und eine genetische Verbindung zum Sudbury Komplex blieb reine Spekulation. Vorläufige petrologische Untersuchungen zur ersten tiefen Bohrung in das Zentrum der Temagami Anomalie ergaben, dass in 2 km Tiefe dioritische Gesteine vorhanden sind, die Ähnlichkeiten mit den Ausläufergängen im und um den Sudbury Komplex aufweisen. Dies eröffnet die Möglichkeit einer genetischen Verbindung mit dem Sudbury Impaktereignis, was, wenn diese sich nachweisen lässt, eine völlig neue Perspektive für unser Verständnis über den Sudbury Komplex und sein Explorationspotenzial eröffnen würde. Das Hauptziel dieses Projektes ist es daher, eine solche genetische Verbindung zu testen und eine geologische Erklärung für die geophysikalische Anomalie zu liefern, indem neue Daten zur Petrologie, Alterationsgeschichte, Geochemie, Isotopenzusammensetzung und Geochronologie aus Bohrkern- und Oberflächenproben aus dem Gebiet der Temagami Anomalie mit verfügbaren Daten über den Sudbury Komplex und andere Gesteine in der weiteren Region verglichen werden. Dazu gehören lagige mafische und ultramafische Intrusionen, mafische Gangscharen, Karbonatit-Stöcke und sedimentäre Eisenformationen, die alle in dem Gebiet vorkommen, großes wirtschaftliches Potential besitzen, und mögliche Kandidaten für die beobachtete magnetische Anomalie sein könnten. Unsere vorläufigen Beobachtungen ergaben auch weit verbreitete hydrothermale Alteration und Breckziierung, deren Ursprung und deren Stellung zur magnetischen Anomalie unklar sind. Ein weiteres Ziel des Projektes wird es daher sein, diese Alteration zu charakterisieren und ihre Bedeutung für die Ursache der Temagami Anomalie, die Entstehung der Sudbury Struktur, und die Metallogenie des Gebietes zu ermitteln.

Ausbildung:

seit 10/2018: Doktorand

01/2018: M.Sc. Abschluss, Gesamtnote 1,1

2016 - 2018: Masterstudium der Geowissenschaften (Vertiefung Geochemie) an der Universität Göttingen

06/2015: B.Sc. Abschluss, Gesamtnote 1,3

2012 - 2015: Bachelorstudium der Geographie u. Geologie an der Universität Würzburg

geboren 16. August 1993 in Schweinfurt

Schwerpunkte im Studium:

Chemische Vulkanologie (z.B. Zonierung von Phänokristallen), Fluideinschlüsse, analytische Geochemie (EPMA, LA-ICP MS, ID-TIMS, GC) und Geochemie stabiler Isotope (spez. Sauerstoffisotope) sowie Kurse in experimenteller Petrologie, Kosmochemie, fortgeschrittener Mineralogie (Thermodynamik & Kinetik, Kristallzucht, Kristallchemie) und Erdgeschichte (z.B. petrologische Evolution der Erde; Verwendung von stabilen Isotopen [S, Cr] für paläoökologische Fragestellungen); Exkursionen nach Nordostbayern und zum alkalinen Magmatismus in  Rhön und Oberrheingraben; Bacheloarbeit über die mineralogische Charakterisierung der Platinvererzung im Bushveld Komplex (Südafrika).


Beschäftigungsverhältnisse:

seit 06/2019: Doktorand (75% E13) finanziert durch die DFG [Projekt FR 2183/12-1]

04/2018 - 05/2019: Nebenberuflicher wissenschaftlicher Mitarbeiter, Lehrstuhl für Geodynamik, Universität Würzburg

02/2018 - 05/2018: Werkstudent, Naturkundemuseum Bamberg

07/2017 - 09/2017: Studentische Hilfskraft, Abteilung Isotopengeologie, Universität Göttingen

2016 - 2018: Studentische Hilfskraft, Lehrstuhl für Geodynamik, Universität Würzburg

10/2014 - 04/2015: Tutor, Lehrstuhl für Geodynamik, Universität Würzburg

Kawohl, A., Frimmel, H.E., Whymark, W. and Bite, A., 2019. Rathbun Lake revisited: a magmatic-hydrothermal Pd-Pt-Cu occurrence possibly related to the Sudbury impact. Proceedings of the 15th biennial SGA meeting, Glasgow,  Volume 2, pp. 605-608.

Kawohl, A., Frimmel, H.E., Bite, A., Whymark, W. and Debaille, V., 2019. Very distant Sudbury impact dykes revealed by drilling the Temagami geophysical anomaly. Precambrian Research, 324, pp.220-235.

Kawohl, A., Frimmel, H.E., Bite, A. and Whymark, W., 2017. What’s inside the Temagami geophysical anomaly, Sudbury district, Ontario?. Proceedings of the 14th biennial SGA meeting, Quebec, Volume 4, pp.1543-1546.

Kawohl, A. and Frimmel, H.E., 2016. Isoferroplatinum-pyrrhotite-troilite intergrowth as evidence of desulfurization in the Merensky Reef at Rustenburg (western Bushveld Complex, South Africa). Mineralogical Magazine, 80(6), pp.1041-1053.

Zum Profil auf Researchgate

2019: SGA gesponsorte geologische Exkursion

2018: M.Sc. Abschluss "mit Auszeichnung" (Gesamtnote 1,1)

2017: Landesstipendium Niedersachsen

2017: SGA Reisekostenzuschuss

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