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Institut für Geographie und Geologie

Geographie und Regionalforschung

Anschrift

Universität Würzburg
Institut für Geographie und Geologie
Lehrstuhl für Geographie und Regionalforschung
Am Hubland
97074 Würzburg

Sekretariat

Karin Menz
Zimmer 312

Tel.: +49 931 31-85553

E-Mail:
   karin.menz@uni-wuerzburg.de und
   l-georegio@uni-wuerzburg.de

Aktuelle Forschung und Projekte

Regionalökonomische Effekte des Tourismus in den Nationalparken Hamburgisches und Niedersächsisches Wattenmeer

Das Wattenmeer stellt eine in vielerlei Hinsicht einmalige Region Deutschlands dar: So ist es aus naturschutzfachlicher Sicht mit seiner einzigartigen Flora und Fauna ohne Zweifel als ein internationales Highlight zu bezeichnen. Dies wird durch entsprechende Maßnahmen des Gebietsschutzes bestätigt, so dass dort nicht nur drei Nationalparks zugleich ein Bestandteil von Biosphärenreservaten sind, sondern das gesamte Gebiet zudem auch zu den UNESCO-Weltnaturerbestätten zählt. Gleichzeitig zieht diese Einmaligkeit schon seit langem eine Vielzahl an Touristen an, die aus ganz unterschiedlichen Gründen das Wattenmeer aufsuchen. Es erscheint daher zum einen spannend, welchen Anteil die zuvor angeführten Naturschutzmaßnahmen schließlich bei der Reisentscheidung der Besucher einnehmen. Zum anderen interessiert der ökonomische Stellenwert des Tourismus für die Region und welcher Anteil hier speziell auf das Segment des naturschutzbasierten Tourismus entfällt. In der vorliegenden Untersuchung werden diese Sachverhalte für die beiden Nationalparks Hamburgisches und Niedersächsisches Wattenmeer untersucht. Für Letzteres erscheint eine solche Analyse zuletzt deshalb interessant, da eine methodisch vergleichbare Untersuchung bereits im Jahr 2007 vorgenommen wurde und folglich die seither eingetretenen touristischen Entwicklungen betrachtet werden können.


Potenzialanalyse des Naturtourismus im Biosphärengebiet Schwarzwald

Die Untersuchung im neu ausgewiesenen Biosphärengebiet Schwarzwald bietet in einer bislang einmaligen Dimension einen besonderen Erkenntnisgewinn, denn zum ersten Mal wird in Deutschland der Ist-Zustand des Naturtourismus in einem Biosphärenreservat abgebildet werden, der sich ohne jeden Einfluss durch die Ausweisung als Großschutzgebiet und das dementsprechende naturschützerische Prädikat darstellt. Eine mit zeitlichem Abstand von z.B. zehn Jahren im Anschluss an die jetzige Untersuchung durchgeführte Folgestudie im Sinne einer ex post-Analyse könnte somit erstmalig in Deutschland für ein Biosphärenreservat die explizit aufgrund der Ausweisung des Großschutzgebietes induzierte Entwicklung des Naturtourismus aufzeigen. Bisher wurde lediglich der Nationalpark Schwarzwald vom Lehrstuhl für Geographie und Regionalforschung zu einem ähnlich frühen Zeitpunkt seiner Entwicklungsgeschichte quasi ex ante untersucht, sodass auch eine vergleichende Betrachtung der naturtouristischen Entwicklung in unterschiedlichen Schutzgebietskategorien möglich ist. Im Sinne einer nachhaltigen Regionalentwicklung könnte dadurch aus Sicht der Schutzgebietsverwaltungen ein Weg aufgezeigt werden, einen „optimalen“ Mix an Produkten in der Destination anzubieten, der insgesamt ökonomisch profitabel und zugleich ökologisch verträglich ist („low impact but high yield“) – also im originären Sinne des Wortes nachhaltig ist.


Ermittlung der sozioökonomischen Effekte des Tourismus in deutschen UNESCO Biosphärenreservaten

Biosphärenreservate erfüllen gemäß ihren Zielsetzungen eine große Bandbreite an Aufgaben, die sich allem einem nachhaltigen Umgang mit unserer Umwelt widmen. In Deutschland versuchen sie als Modellregionen die Lösung strukturpolitischer Herausforderungen in peripheren Räumen anzugehen. Dem Tourismus kommt an dieser Stelle eine besondere Rolle zu, da er vielfach als ideale Möglichkeit zur Inwertsetzung der jeweiligen Landschaften gesehen wird. Es stellt sich daher die Frage, welcher regionalökonomische Nutzen vom Tourismus in Biosphärenreservatsregionen ausgeht und wie sich dieser ursächlich auf das Schutzgebiet zurückzuführen lässt. Mittels Besucherzählungen und -befragungen in mehreren deutschen Biosphärenreservaten werden aktuell die notwendigen Informationen hierfür erhoben. In Verbindung mit bereits vorliegenden Ergebnissen aus den übrigen deutschen Biosphärenreservaten liegt dann eine solide Basis für den Aufbau eines sozioökonomischen Monitoringsystems vor. Dieses ist von der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Naturschutz, Landschaftspflege und Erholung (LANA) unlängst beschlossen worden und soll ab dem Jahr 2020 in deutschen Biosphärenreservaten und Nationalparken Anwendung finden.


Biologische Vielfalt und Ökosystemleistungen von Wäldern mit Fokus auf Holz: Neue Wege der nachhaltigen Nutzung im Spannungsfeld zwischen Ökologie, Ökonomie und Klimawandel (BioHolz)

Das BioHolz-Projekt trägt durch ein integriertes Forschungs- und Umsetzungsprogramm dazu bei, die Ziele der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt in Bezug auf Wälder zu erreichen. Dafür werden Wissensdefizite in Bezug auf Ökosystemleistungen von Wäldern ausgeräumt und Managementkonzepte erprobt, die einen optimalen Schutz von biologischer Vielfalt und eine bestmögliche Bereitstellung verschiedener Ökosystemleistungen zum Ziel haben. Das Gesamtprojekt hat daher zum Ziel, Ökosystemleistungen von Wäldern in Abhängigkeit von unterschiedlichen Verwendungsoptionen für Holz zu analysieren und bundesweit anwendbare Konzepte zu entwickeln, die ein ausgewogenes Dargebot der unterschiedlichen Ökosystemleistungen ermöglichen.


Einzelhandels-Monitoring Innenstadt Würzburg

  • Kooperation mit der Stadt Würzburg
  • Laufzeit: seit 2006
  • Leitung und Ansprechpartner: Prof. Dr. Ralf Klein