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Institut für Geographie und Geologie

Sarah Bittlingmaier, M.Sc.

Lehrstuhl für Geographie und Regionalforschung

Tel.: +49 931 31-83759
E-Mail: sarah.bittlingmaier@uni-wuerzburg.de

Institut für Geographie und Geologie
Am Hubland
97074 Würzburg

Campus Hubland Süd
Geographiegebäude
Zimmer 322b

nach Vereinbarung 

  •   Management von Schutzgebieten
  •   Tourismusforschung
  •   Regionalökonomie
  •   Nachhaltige Regionalentwicklung
  •   Akzeptanz von Schutzgebieten

Regionalwirtschaftliche Effekte des nachhaltigen Tourismus in Naturparken und ’Total Economic Valuation’ der Nationalen Naturlandschaften

In den vergangenen Jahren wurden mittlerweile beinahe alle deutschen Nationalparke und Biosphärenreservate hinsichtlich ihrer regionalökonomischen Wirkungen auf die umgebenden Regionen untersucht. Die daraus hervorgehenden Daten wie z.B. die Besucher pro Jahr oder der Anteil der Gäste, die wegen des jeweiligen Schutzgebietsstatus kommen, sind Bestandteil des Integrativen Monitoring-Programms des Bundes und der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Naturschutz, Landschaftspflege und Erholung (LANA). Für die Kategorie der Naturparke steht eine solche Abschätzung ihres tourismuswirtschaftlichen Stellenwerts in Deutschland derzeit noch aus. Aufgrund der großen Anzahl an Naturparken mit mehr als 100 Vertretern ist allerdings eine durchgehende einzelfallweise Betrachtung nicht umsetzbar. Vielmehr wird auf Basis von Detailkenntnissen zu ausgewählten Fallbeispielen mittels Extrapolation eine bundesweite Aussage vorgenommen. Darüber hinaus ist es das Ziel des Vorhabens, auf Basis der dann für alle drei Kategorien Nationaler Naturlandschaften vorliegenden Ergebnisse zur ökonomischen Bedeutung des Tourismus sowie weiterführender Analysen erstmals eine ‚Total Economic Valuation‘ vorzunehmen.


Regionalökonomische Effekte des Tourismus in den Nationalparken Hamburgisches und Niedersächsisches Wattenmeer

Das Wattenmeer stellt eine in vielerlei Hinsicht einmalige Region Deutschlands dar: So ist es aus naturschutzfachlicher Sicht mit seiner einzigartigen Flora und Fauna ohne Zweifel als ein internationales Highlight zu bezeichnen. Dies wird durch entsprechende Maßnahmen des Gebietsschutzes bestätigt, so dass dort nicht nur drei Nationalparks zugleich ein Bestandteil von Biosphärenreservaten sind, sondern das gesamte Gebiet zudem auch zu den UNESCO-Weltnaturerbestätten zählt. Gleichzeitig zieht diese Einmaligkeit schon seit langem eine Vielzahl an Touristen an, die aus ganz unterschiedlichen Gründen das Wattenmeer aufsuchen. Es erscheint daher zum einen spannend, welchen Anteil die zuvor angeführten Naturschutzmaßnahmen schließlich bei der Reisentscheidung der Besucher einnehmen. Zum anderen interessiert der ökonomische Stellenwert des Tourismus für die Region und welcher Anteil hier speziell auf das Segment des naturschutzbasierten Tourismus entfällt. In der vorliegenden Untersuchung werden diese Sachverhalte für die beiden Nationalparks Hamburgisches und Niedersächsisches Wattenmeer untersucht. Für Letzteres erscheint eine solche Analyse zuletzt deshalb interessant, da eine methodisch vergleichbare Untersuchung bereits im Jahr 2007 vorgenommen wurde und folglich die seither eingetretenen touristischen Entwicklungen betrachtet werden können.

Akzeptanz des Nationalparks Berchtesgaden bei der lokalen Bevölkerung sowie in Bayern

Akzeptanz des Nationalparks Bayerischer Wald bei der lokalen Bevölkerung sowie in Bayern

Die Ausweisung von Schutzgebieten stellt eines der der wirkungsvollsten Instrumente der Naturschutzpolitik dar, um den Anliegen des Naturschutzes adäquat entgegenzukommen. Nationalparke verfolgen als eine Kategorie der unterschiedlichen Schutzgebiete das Ziel, im überwiegenden Teil ihres Gebietes den möglichst ungestörten Ablauf der Naturvorgänge in ihrer natürlichen Dynamik zu gewährleisten. Darüber hinaus sollen sie der wissenschaftlichen Umweltbeobachtung, der naturkundlichen Bildung und dem Naturerlebnis der Bevölkerung dienen. Ob bei der Ausweisung der Nationalparke von einer erfolgreichen Maßnahme gesprochen werden kann, hängt entscheidend von der Akzeptanz der lokalen Bevölkerung und des Landes insgesamt ab. Die beiden Forschungsprojekte untersuchen heute die Akzeptanz der Nationalparke Bayerischer Wald und Berchtesgaden – knapp 50 bzw. 40 Jahre nach deren Ausweisung. Dadurch können auch die möglichen Veränderungen in der Umweltwahrnehmung der Bevölkerung im Zeitverlauf seit der Gründung und im Vergleich zu früher durchgeführten Studien aufgezeigt werden.

seit 05/2019
Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Geographie und Regionalforschung der Julius-Maximilians-Universität Würzburg

01/2019
Master of Science, Angewandte Humangeographie, Julius-Maximilians-Universität Würzburg Masterarbeit: "Die Akzeptanz des Nationalparks Berchtesgaden. Eine qualitative Studie über die Einstellung der lokalen Entscheidungsträger."

01/2017
Bachelor of Science, Geographie, Julius-Maximilians-Universität Würzburg Bachelorarbeit: "Naturtourismus in den Alpen"

Praktische Tätigkeiten

05/2016 – 04/2019
Studentische Mitarbeiterin, Lehrstuhl für Geographie und Regionalforschung der Julius-Maximilians-Universität Würzburg

06/2018-12/2018
Mitarbeit in der Energieagentur Unterfranken e.V. Würzburg

10/2017-02/2018
Praktikum, UNESCO-Biosphärenregion Berchtesgadener Land

09/2016-10/2016
Praktikum, imakomm Akademie GmbH

Job, H., Fließbach-Schendzielorz, M., Bittlingmaier, S., Herling, A., Woltering, M. (2019): Akzeptanz der bayerischen Nationalparks (= Würzburger Geographische Arbeiten 122). Würzburg.