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Institut für Geographie und Geologie

Dr. Manuel Woltering

Lehrstuhl für Geographie und Regionalforschung

Tel.: +49 931 31-88290
Fax: +49 931 31-882900
E-Mail: manuel.woltering@uni-wuerzburg.de 

Institut für Geographie und Geologie
Am Hubland
97074 Würzburg

Campus Hubland Süd
Geographiegebäude
Zimmer 318

  • Mittwoch, 10:00-12:00 Uhr
  • In der vorlesungsfreien Zeit nach Vereinbarung

  • Wirtschaftsgeographie, insbesondere Freizeit- und Tourismusforschung
  • Regionalökonomie und Regionalentwicklung
  • Mitteleuropa

Aktuelle Forschung und Projekte

NEU:

Regionalökonomische Effekte des Tourismus im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer als Beitrag zur verbesserten Vermittlung der Naturwerte

  •   Auftraggeber: Nationalparkstiftung Schleswig-Holstein
  •    Laufzeit: 03/2021 – 09/2022
  •   Projektleitung: Univ.-Prof. Dr. Hubert Job
  •   Ansprechpartner: Sarah Bittlingmaier, M.Sc., Dr. Manuel Woltering

Das Wattenmeer als einzigartiger Naturraum mit weltweiter Bedeutung für den Vogelzug ist ein schützenswerter Raum. Die Ausweisung als Nationalpark hat das Ziel, einen ungestörten Ablauf der Naturvorgänge in ihrer natürlichen Dynamik zu gewährleisten. Darüber hinaus soll dieser der wissenschaftlichen Umweltbeobachtung, der naturkundlichen Bildung und dem Naturerlebnis der Bevölkerung dienen. Das nordfriesische Festland, die Inseln und Halligen sind seit jeher ein touristisches Highlight und hoch frequentiert. Mit der Studie soll neben der Rolle des Nationalparks als Reisemotiv auch die wachsende Rolle des UNESCO-Biosphärenreservats und des Prädikats UNESCO-Weltnaturerbe in der Analyse berücksichtigt werden. Das Interesse liegt auf den Reiseentscheidungen der Besucher und ihren touristischen Ausgaben, um den ökonomischen Stellenwert des Tourismus für die Region zu untersuchen. Die erste und bisher einzige Erhebung für das Schleswig-Holsteinische Wattenmeer fand 2012 statt und erfährt nun durch eine methodisch vergleichbare Untersuchung neue Ergebnisse über touristische Entwicklungen.

 

Regionalwirtschaftliche Effekte des nachhaltigen Tourismus in Naturparken und ’Total Economic Valuation’ der Nationalen Naturlandschaften

In den vergangenen Jahren wurden mittlerweile beinahe alle deutschen Nationalparke und Biosphärenreservate hinsichtlich ihrer regionalökonomischen Wirkungen auf die umgebenden Regionen untersucht. Die daraus hervorgehenden Daten wie z.B. die Besucher pro Jahr oder der Anteil der Gäste, die wegen des jeweiligen Schutzgebietsstatus kommen, sind Bestandteil des Integrativen Monitoring-Programms des Bundes und der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Naturschutz, Landschaftspflege und Erholung (LANA). Für die Kategorie der Naturparke steht eine solche Abschätzung ihres tourismuswirtschaftlichen Stellenwerts in Deutschland derzeit noch aus. Aufgrund der großen Anzahl an Naturparken mit mehr als 100 Vertretern ist allerdings eine durchgehende einzelfallweise Betrachtung nicht umsetzbar. Vielmehr wird auf Basis von Detailkenntnissen zu ausgewählten Fallbeispielen mittels Extrapolation eine bundesweite Aussage vorgenommen. Darüber hinaus ist es das Ziel des Vorhabens, auf Basis der dann für alle drei Kategorien Nationaler Naturlandschaften vorliegenden Ergebnisse zur ökonomischen Bedeutung des Tourismus sowie weiterführender Analysen erstmals eine ‚Total Economic Valuation‘ vorzunehmen.


Regionalökonomische Effekte des Tourismus in den Nationalparken Hamburgisches und Niedersächsisches Wattenmeer

Das Wattenmeer stellt eine in vielerlei Hinsicht einmalige Region Deutschlands dar: So ist es aus naturschutzfachlicher Sicht mit seiner einzigartigen Flora und Fauna ohne Zweifel als ein internationales Highlight zu bezeichnen. Dies wird durch entsprechende Maßnahmen des Gebietsschutzes bestätigt, so dass dort nicht nur drei Nationalparks zugleich ein Bestandteil von Biosphärenreservaten sind, sondern das gesamte Gebiet zudem auch zu den UNESCO-Weltnaturerbestätten zählt. Gleichzeitig zieht diese Einmaligkeit schon seit langem eine Vielzahl an Touristen an, die aus ganz unterschiedlichen Gründen das Wattenmeer aufsuchen. Es erscheint daher zum einen spannend, welchen Anteil die zuvor angeführten Naturschutzmaßnahmen schließlich bei der Reisentscheidung der Besucher einnehmen. Zum anderen interessiert der ökonomische Stellenwert des Tourismus für die Region und welcher Anteil hier speziell auf das Segment des naturschutzbasierten Tourismus entfällt. In der vorliegenden Untersuchung werden diese Sachverhalte für die beiden Nationalparks Hamburgisches und Niedersächsisches Wattenmeer untersucht. Für Letzteres erscheint eine solche Analyse zuletzt deshalb interessant, da eine methodisch vergleichbare Untersuchung bereits im Jahr 2007 vorgenommen wurde und folglich die seither eingetretenen touristischen Entwicklungen betrachtet werden können.


Ermittlung der sozioökonomischen Effekte des Tourismus in deutschen UNESCO Biosphärenreservaten

Biosphärenreservate erfüllen gemäß ihren Zielsetzungen eine große Bandbreite an Aufgaben, die sich allem einem nachhaltigen Umgang mit unserer Umwelt widmen. In Deutschland versuchen sie als Modellregionen die Lösung strukturpolitischer Herausforderungen in peripheren Räumen anzugehen. Dem Tourismus kommt an dieser Stelle eine besondere Rolle zu, da er vielfach als ideale Möglichkeit zur Inwertsetzung der jeweiligen Landschaften gesehen wird. Es stellt sich daher die Frage, welcher regionalökonomische Nutzen vom Tourismus in Biosphärenreservatsregionen ausgeht und wie sich dieser ursächlich auf das Schutzgebiet zurückzuführen lässt. Mittels Besucherzählungen und -befragungen in mehreren deutschen Biosphärenreservaten werden aktuell die notwendigen Informationen hierfür erhoben. In Verbindung mit bereits vorliegenden Ergebnissen aus den übrigen deutschen Biosphärenreservaten liegt dann eine solide Basis für den Aufbau eines sozioökonomischen Monitoringsystems vor. Dieses ist von der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Naturschutz, Landschaftspflege und Erholung (LANA) unlängst beschlossen worden und soll ab dem Jahr 2020 in deutschen Biosphärenreservaten und Nationalparken Anwendung finden.

Regionalökonomische Effekte des Tourismus in den Nationalparken Hamburgisches und Niedersächsisches Wattenmeer

Akzeptanz des Nationalparks Berchtesgaden bei der lokalen Bevölkerung sowie in Bayern

Akzeptanz des Nationalparks Bayerischer Wald bei der lokalen Bevölkerung sowie in Bayern

Die Ausweisung von Schutzgebieten stellt eines der der wirkungsvollsten Instrumente der Naturschutzpolitik dar, um den Anliegen des Naturschutzes adäquat entgegenzukommen. Nationalparke verfolgen als eine Kategorie der unterschiedlichen Schutzgebiete das Ziel, im überwiegenden Teil ihres Gebietes den möglichst ungestörten Ablauf der Naturvorgänge in ihrer natürlichen Dynamik zu gewährleisten. Darüber hinaus sollen sie der wissenschaftlichen Umweltbeobachtung, der naturkundlichen Bildung und dem Naturerlebnis der Bevölkerung dienen. Ob bei der Ausweisung der Nationalparke von einer erfolgreichen Maßnahme gesprochen werden kann, hängt entscheidend von der Akzeptanz der lokalen Bevölkerung und des Landes insgesamt ab. Die beiden  Forschungsprojekte untersuchen heute die Akzeptanz der Nationalparke Bayerischer Wald und Berchtesgaden – knapp 50 bzw. 40 Jahre nach deren Ausweisung. Dadurch können auch die möglichen Veränderungen in der Umweltwahrnehmung der Bevölkerung im Zeitverlauf seit der Gründung und im Vergleich zu früher durchgeführten Studien aufgezeigt werden.


Aktuelle und potentielle regionalökonomische Effekte durch Naturtourismus in den Naturparken Kyffhäuser und Südharz

  • Auftraggeber: Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz
  • Laufzeit: 10/2016 – 03/2018
  • Leitung: Univ.-Prof. Dr. Hubert Job
  • Ansprechpartner: Manuel Engelbauer, M.Sc.

Um eine Inwertsetzung der Südharzer Gipskarstregion im Freistaat Thüringen darzustellen, werden für das Gebiet der bestehenden Naturparke Südharz und Kyffhäuser die aktuell bestehenden und potenziell zu erwartenden regionalökonomischen Wirkungen durch Naturtourismus untersucht. Dabei wird die Standardmethodik von Job et al. 2006 angewendet, um eine Vergleichbarkeit der Ergebnisse mit anderen Nationalen Naturlandschafen in Deutschland und konkret mit den parallellaufenden Erhebungen im Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz zu ermöglichen. 


Sozioökonomische Evaluierung möglicher Nationalpark-Regionen

  • Auftraggeber: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
  • Laufzeit: 04/2017 – 07/2017
  • Leitung: Univ.-Prof. Dr. Hubert Job
  • Ansprechpartner: Dr. Manuel Woltering, Manuel Engelbauer, M.Sc.

Der Ministerrat hat Ende Juli 2016 beschlossen einen dritten Nationalpark in Bayern anzustreben, der die Naturheimat Bayerns stärkt, die Biodiversität erhält sowie die wirtschaftliche, touristische und infrastrukturelle Gesamtentwicklung vorantreibt. Die Auswahl einer Region erfolgt nach einem intensiven Dialogprozess. In diesem Rahmen wird eine sozioökonomische Evaluierung der vier potentiellen Nationalparkregionen durchgeführt. Entsprechend der sozioökonomischen Wirkungen werden die Untersuchungsgebiete räumlich abgegrenzt und daraufhin nach sozioökonomischen Parametern in den Kategorien Demographie, allgemeine Wirtschaftssituation, Tourismus und sonstige Strukturmerkmale untersucht. Anschließend wird die regionalökonomische Wirkung eines möglichen Nationalparks analysiert und bis zum Jahr 2050 prognostiziert.


Regionalwirtschaftliche Effekte von Tourismus: Integration in das Nationalpark-Monitoring

  • Auftraggeber: UFOPLAN – Bundesumweltministerium, Bonn
  • Laufzeit: 07/2012-06/2015
  • Ansprechpartner: Dr. Manuel Woltering

Die Ausweisung eines Nationalparks als klassisches Flächenschutzinstrument ist mittel- bis langfristig mit einer erheblichen Einschränkung der traditionellen Nutzungsformen eines solchen Gebietes verbunden. Es stellt sich die Frage, welcher regionalwirtschaftliche Nutzen von einem Nationalpark für eine Region ausgehen kann? Hierbei spielen die ökonomischen Effekte durch den mit einem Nationalpark ursächlich in Zusammenhang stehenden Tourismus eine besondere Rolle. Mittels Besucherzählungen und -befragungen in mehreren Nationalparkregionen Deutschlands werden aktuell die notwendigen Informationen zur Anwendung einer touristischen Wertschöpfungsanalyse erhoben. Die Resultate stellen wesentliche Informationen zu den regionalökonomischen Effekten des Tourismus in der jeweiligen Region dar und dienen in Abstimmung mit bereits vorliegenden Ergebnissen aus den übrigen deutschen Nationalparken als Basis für den Aufbau eines sozioökonomischen Monitoring-Systems bzw. eine notwendige Integration. Das Ziel dieser Forschungen besteht in der Bereitstellung einer soliden fortlaufenden Datenbasis, die zur Versachlichung kontroverser Diskussionen in Naturschutz- sowie Regionalpolitik Verwendung finden kann.


Ökonomische Effekte von Tourismus in Biosphärenreservaten

  • Auftraggeber: UFOPLAN – Bundesumweltministerium, Bonn
  • Laufzeit: 07/2010-02/2013
  • Kooperation: TNS Infratest, München
  • Ansprechpartner: Dr. Manuel Woltering

2011
Promotion, Dr. rer. nat., Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Dissertation: „Tourismus und Regionalentwicklung in deutschen Nationalparken: Regionalwirtschaftliche Wirkungsanalyse des Tourismus als Schwerpunkt eines sozioökonomischen Monitoringsystems“

seit 05/2008
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Geographie und Regionalforschung der Julius-Maximilians-Universität Würzburg

07/2007 - 04/2008
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie der Ludwig-Maximilians-Universität München

 

10/2001 - 05/2007
Studium der Wirtschaftsgeographie, Volkswirtschaftslehre und Politikwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München; 
Diplomarbeit: „Bestimmung von Indikatoren zur Prognose touristischer Ausgaben“

Job, H., Majewski, L., Engelbauer, M., Bittlingmaier, S. und Woltering, M. (2021): Establishing a standard for park visitation analyses: Insights from Germany. In: Journal of Outdoor Recreation and Tourism 35: 1-19.

Job, H., Bittlingmaier, S., Mayer, M., von Ruschkowski, E. und Woltering, M. (2021): Park–People Relationships: The Socioeconomic Monitoring of National Parks in Bavaria, Germany. In: Sustainability 13 (16): 8984.

Spenceley, A., Schägner, J. P., Engels, B., Cullinane Thomas, C., Engelbauer, M., Erkkonen, J., Job, H., Kajala, L., Majewski, L., Mayer, M., Metzler, D., Rylance, A., Scheder, N., Smith-Christensen, C., Souza, T. B. und Woltering, M. (2021): Visitors count! Guidance for protected areas on the economic analysis of visitation. United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization, German Federal Agency for Nature Conservation. Paris/Bonn.

Sinclair, M., Mayer, M., Woltering, M. und Ghermandi, A. (2020): Using Social Media to Estimate Visitor Provenance and Patterns of Recreation in Germany’s National Parks. In: Journal of Environmental Management 263: 110418.

Sinclair, M., Mayer, M., Woltering, M. und Ghermandi, A. (2020): Valuing Nature-Based Recreation Using a Crowdsourced Travel Cost Method: A Comparison to Onsite Survex Data and Value Transfer. In: Ecosystem Services 45: 101165.

Mayer, M. und Woltering, M. (2020): Tourismus in ländlichen Räumen. In: Krajewski, C. und Wiegandt, C.-C. (Hrsg.) Land in Sicht: Ländliche Räume in Deutschland zwischen Prosperität und Peripherisierung. Bonn, 200-213.

Job, H., Fließbach-Schendzielorz, M., Bittlingmaier, S., Herling, A. und Woltering, M. (2019): Akzeptanz der bayerischen Nationalparks: Ein Beitrag zum sozioökonomischen Monitoring in den Nationalparks Bayerischer Wald und Berchtesgaden (= Würzburger Geographische Arbeiten 122). Würzburg.

Mayer, M. und Woltering, M. (2018): Assessing and Valuing the Recreational Ecosystem Services of Germany’s National Parks Using Travel Cost Models. In: Ecosystem Services 31: 371-386.

Job, H. und Woltering, M. (2017): Regionalentwicklung durch Tourismus in Großschutzgebieten. In: ARL-Nachrichten 3-4.2016: 42-45.

Albert, C., Schröter-Schlaack, C., Hansjürgens, B., Dehnhardt, A., Döring, R., Job, H., Köppel, J, Krätzig, S., Matzdorf, B., Reutter, M., Schaltegger, S., Scholz, M., Siegmund-Schulze, M., Wiggering, H., Woltering, M. und von Haaren, C. (2017): An Economic Perspective on Land Use Decisions in Agricultural Landscapes: Insights from the TEEB Germany Study. In: Ecosystem Services 25: 69-78.

Mayer, M. und Woltering, M. (2017): Nature Tourism in Germany’s Protected Areas. In: Chen, J.S. und Prebensen, N.K. (Hrsg.) Nature Tourism. Abingdon u.a., 131-145.