Intern
Institut für Geographie und Geologie

Geomorphologisch-bodenkundliches Labor

Gesamtleitung:
Prof. Dr. Birgit Terhorst

Organisation, Auftragsannahme, Technik, Forschung und Lehre:
Dipl.-Geogr. Martin Krech

Das Forschungs- und Lehrlabor der Arbeitsgruppe Boden und Landschaftsdynamik (SLD – Soil and Landscape Dynamics) innerhalb der Abteilung Physische Geographie des Instituts für Geographie und Geologie besteht seit 2009. Es nutzt Laborräume des ehemaligen Mineralogischen Instituts. Nach tiefgreifenden Umbau- und Renovierungsmaßnahmen und Einrichtung mit ersten Laborgeräten konnte im WS 2010/2011 der Forschungs- und Lehrbetrieb anlaufen. Es werden zudem jederzeit Auftragsarbeiten angenommen.


Das Geomorphologisch-bodenkundliche Labor bietet eine breite Palette an Arbeitsplätzen und Gerätschaften für  grundlegende bodenchemische, bodenphysikalische, geomorphologische und geotechnische Laboranalysen. Hierdurch wird Studierenden ermöglicht, umfassende methodische Kenntnisse und grundlegende analytische Fähigkeiten zu erwerben.

Lage und Aufbau

Geomorphologisches und Bodenkundliches Labor

Institut für Geographie und Geologie - Physische Geographie Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Am Hubland
97074 Würzburg
Gebäude: Geographiegebäude
Zimmer: 115 (Verwaltung), 113, 114, 116
Telefon: +49 (0)931 / 31-81101
Telefax: +49 (0)931 / 31-85544
E-Mail:martin.krech@uni-wuerzburg.de
 

Lage der Laborräume im Geographiegebäude (1. Obergeschoss)


Räumlichkeiten

Raum 114:
Vorbereitung, Siebanalyse und geotechnische Versuche
Ausstattung: u.a. Siebmaschinen, Siebe, Waagen, Zentrifuge, Casagrande

Raum 115: Dipl.-Geogr. Martin Krech
Chemische Analytik, Pipettierung, Schwermineraltrennung
Ausstattung: u.a. CNS-Gerät, Scheibler-Apperatur, pH-Elektrode, Scheidetrichterreihe, Schüttelapperate, Wasserbad, Muffelofen, Trockenschrank, Exsikkatoren, Chemikalien, (Fein-)waagen, Mikroskope, Binokular

Raum 116: Dipl.-Geogr. Martin Krech
Mikroskopierlabor
Ausstattung: Polarisationsmikroskop mit Kamera, PC-Anschluss

Ausstattung und Analysen

Das Labor nimmt Aufträge für alle im Folgenden aufgeführten Analysen an, insbesondere auch für mikromorphologische Untersuchungen und Schwermineralanalysen und Interpretationen. Für weitere Fragen steht Ihnen Dipl.-Geograph Martin Krech zur Verfügung.

Korngrößenverteilung (Textur) > DIN ISO 11277:
Gewichtsanteile der Einzelfraktionen aus
Siebung (Grobboden, Feinboden > 63/40 µm)
Analysensiebe (Retsch, Fema, Endecotts) und Rüttelapperate Retsch AS 200 basic, Retsch vibro zur geometrischen Trocken- oder Nassseparation; anschließend Wägung der entsprechenden Kornfraktionen
und Pipettierung (Feinboden < 63/40 µm)
Eijkelkamp Pipettieranlage zur Entnahme einer festgesetzten Menge Suspension aus der nach bestimmten Zeitabständen an entsprechend schwereren Partikeln verarmenden Restsuspension; anschließend Wägung der entnommenen Teilfraktionen
 
Carbonatgehalt > DIN ISO 10693:
Apparatur nach Scheibler zur Messung des Volumens des bei Reaktion von 10%iger Salzsäure mit dem Carbonatanteil der Probe entweichenden Kohlendioxids; daraus Berechnung des Carbonatgehalts
 
pH-Wert > DIN ISO 10390:
WTW pH Level 1 mit SenTix 61 - pH-Elektrode zur Messung der Wasserstoffionen-Aktivität der Substratlösung
 
Kohlenstoff – Stickstoff – Schwefel Elementaranalyse > DIN ISO 10694, 13878 u. 15178:
Elementar vario ELcube CNS zur gaschromatographischen volumetrischen Bestimmung der zu Gasen oxidierten Elemente nach erfolgter Hochtemperaturverbrennung
 
Masse der organischen Substanz > DIN 19684-3:
Nabertherm Muffelofen zum Glühen der Probe über 2 h bei 550°C, wobei der Gewichtsverlust weitgehend dem Anteil der organischen Substanz entspricht
 
Zustandsgrenzen nach Atterberg > DIN 18122:
Casagrande, Walze und Granitplatte zur Bestimmung der Fließ- und Ausrollgrenzen des jeweils angefeuchteten Substrats
 
Schwermineralseparation, Herstellung von Streupräparaten:
Scheidetrichter-Batterie zur Separation von Körnern deren Dichte höher bzw. geringer als jene der enthaltenen Schwerelösung ist. Vakuumpumpe, Whatman-Filter und Heizplatte zur Anfertigung von  Schwermineral- Streupräparaten
 
Mikroskopische Analysen:
Leica Polarisationsmikroskope (eines mit Kamera und PC-Anschluss) für mikromorphologische Analysen, Schwermineralbestimmung und entsprechende Dokumentation
Binokularmikroskop für Auflichtmikroskopie
 
Sonstige Grundausstattung:
z.B. Zentrifuge, Schüttler, Exsikkatoren, Trockenschrank, Wasserbad, Magnetrührer, (Fein-)Waagen, Munsell-Charts etc.
für Separation, Durchmengung, Luft- und Ofentrocknung, Eindampfung, Rühren, Wiegen, Farbbestimmung. Bestimmung von Wassergehalten (gravimetrisch, volumetrisch), Wasserkapazität, Porenvolumina, Substanzvolumen, Lagerungsdichte…

Lehre

Die laborpraktischen Lehrveranstaltungen vermitteln neben allgemeinen Regeln für Arbeit und Ordnung im Labor grundlegende technische Fähigkeiten und Routinen im Umgang mit diversen Laborgeräten. Sie zeigen den Studierenden darüber hinaus die Potentiale einer quantitativen Datenerhebung auf, welche Geländebefunde sinnvoll präzisieren bzw. validieren kann. Theoretischen Kenntnisse in Bodenkunde und Geomorphologie werden durch Messungen, Interpretationen und Vergleiche überprüft, vertieft und gefestigt. In Bezug auf die Anwendung im Rahmen der späteren Berufspraxis werden Möglichkeiten und Grenzen von Normen und Richtlinien vermittelt.


Wichtig!
Der Besuch einer laborpraktischen Veranstaltung ist Voraussetzung für die Benutzung des Labors für Abschlussarbeiten (Bachelor-, Master-, Diplom-, Promotions-, Zulassungsarbeiten).

 

Veranstaltungen


Wintersemester:
09-MT5-2 - Datenaufbereitung, -analyse und Dateninterpretation
Laborpraktikum für Anfänger (insb. Bachelor-Studierende)
Bodenkundliche Kenntnisse nicht zwingend erforderlich.
Inhalt:
Vermittlung der Grundlagen in physisch-geographischer Laborarbeit in Theorie und Praxis. Die Studierenden erweitern ihr geomorphologisch-bodenkundliches Verständnis und lernen Potential, Aufwand und Ertrag von Laborversuchen einzuschätzen.
 
Sommersemester:
(09-MBG2-1) Bodengeographisches Labor- und Mikroskopierpraktikum
Laborpraxis für Fortgeschrittene im Rahmen des Masterstudienganges.
Erfolgreicher Besuch des Laborpraktikums für Anfänger ist Voraussetzung.
Inhalt:
Verbunden mit einer Geländeanalyse und Probennahme ein Querschnitt durch die gegenwärtige Routineanalytik unseres geomorphologisch-bodenkundlichen Labors, erweitert um geotechnische Untersuchungsmethoden unter Verwendung von DIN-Normen. Vertiefung der theoretischen und praktischen Kenntnisse über Laborarbeit im Kontext fachwissenschaftlicher und kommerzieller Untersuchungen.


Material

 

Kontakt

Lehrstuhl für Geographie I -Physische Geographie-
Am Hubland
97074 Würzburg

Tel.: +49 931 31-85555
Fax: +49 931 31-85544
E-Mail

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