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Lehrstuhl für Humangeographie

Aktuelles

Call for Contributions „Politische Geographie und Hochschullehre in der Krise?“

Für den Workshop „Politische Geographie und Hochschullehre in der Krise?“ des AK Politische Geographie am 5./6. April 2027 in Würzburg können bis 15. November 2026 Vorschläge für Beiträge eingereicht werden. Den Call gibt es hier.

Interuniversitäre Online-Ringvorlesung „Transformationskonflikte" im Wintersemester 2026/27

Die sozial-ökologische Transformation hin zu einer postfossilen Gesellschaft stößt zunehmend auf Widerstände. Ursachen sind geopolitische Krisen, soziale und räumliche Ungleichheiten bei der Umsetzung der Energiewende sowie der wachsende Einfluss politischer Kräfte, die Klimaschutzmaßnahmen ablehnen. Daher ist die Transformation ein konfliktreicher politischer Prozess, der von unterschiedlichen Interessen, Widersprüchen sowie räumlichen und zeitlichen Unterschieden geprägt ist.

Veröffentlichung von Dr. Andreas Kallert

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Ländliche Räume" erschien von Andreas Kallert und @simondudek.bsky.social der Beitrag "Austerität in #ländlichenRäumen. Zu den Folgen von #Sparzwängen in kleinen #Kommunen". Der Text ist online frei verfügbar: www.asg-goe.de/pdf/LR226.pdf und beginnt ab Seite 18.

Buchpräsentation von Dr. Andreas Kallert am 06.07.2026

Vortrag "Krise der Kommunalfinanzen in ländlichen Räumen" bei der Geographischen Gesellschaft Würzburg

Montag, 06.07.2026, 20:00 Uhr, Hörsaal 166, Neue Universität, Sanderring 2

 

Die Krisen ländlicher Räume im Blick

Strenge staatliche Sparpolitik wirkt sich negativ auf struktur-schwache Dörfer und Kleinstädte aus. Ein neuer Sammelband widmet sich dieser Problematik aus verschiedenen Perspektiven. 

Welche Herausforderungen stellen sich den ländlichen Kommunen? Welche Folgen hat strenge Sparpolitik für ländliche Räume? Wie lassen sich diese Formen erfassen und analysieren?

Diesen und weiteren Fragen widmet sich der neue Sammelband „Krisen ländlicher Räume“. Herausgegeben haben ihn Dr. Andreas Kallert, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Humangeographie der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU), und Dr. Simon Dudek, Wirtschaftsgeograph an der Katholischen Universität (KU) Eichstätt-Ingolstadt. mehr

Beyond Infrastructural Populism

Im Sammelband „Contested Imaginaries of Future Technologies. Geographical Perspectives”, hrsg. von Sören Becker und Benno Fladvad, erschien von Matthias Naumann und David Rudolph das Kapitel „Beyond Infrastructural Populism. Rural Energy Infrastructures as Emancipatory Imaginaries of the Rural”. Die Neuerscheinung beim Verlag Palgrave Macmillan ist online frei verfügbar: https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-032-11497-6_3

Call for Papers „Shifts in local statehood”

Für das geplante Special Issue „Shifts in local statehood: Between progressive transformation and authoritarian takeover in contemporary Europe” der Zeitschrift „Territory, Politics, Governance” laden Matthias Naumann und Gala Nettelbladt (Bauhaus-Universität Weimar) zu weiteren Vorschlägen für Beiträge ein. Deadline für Abstracts ist der 27. Mai 2026. 

The planned special issue focusses on three key questions which we conceive of not as mutually exclusive, but rather as entangled:

  • New spaces within the state. In what ways is the local state and its institutions changing “from within”? What experiences exist on the local level, what are aspirations and contradictions of progressive as well as authoritarian transformations of state institutions? Which ruptures, endurances or incremental changes can be identified?
  • New spaces outside the state. How do social movements, local initiatives etc. create their own institutions outside of state control while providing public services? What are the potentials as well as limitations or dangers of this approach? How is statehood changed by spaces outside the state? What are the possibilities to collaborate with state actors?
  • New spaces through the state. Which methodological approaches and difficulties exist to empirically access changing forms of statehood and public administration? Which ethnographies, counter-cartographies as well as emotional geographies emerge from empirical work on the state? How are academic institutions as state institutions transforming?

Submission instructions:

Interested authors should submit an abstract of no more than 250 words to all issue editors (Gala Nettelbladt, gala.nettelbladt@uni-weimar.de, and Matthias Naumann, matthias.naumann@uni-wuerzburg.de) by May 27, 2026. The abstract should include a title, details of author(s), and the abstract text. We particularly encourage empirical submissions focusing on Eastern and Southern European contexts. The guest editors promise a fast decision on the final inclusion in the revised Special Issue proposal. 

Krisen ländlicher Räume

Kleine Kommunen in ländlichen Räumen leiden zunehmend unter klammen Kassen. Die Beiträger*innen versammeln Perspektiven aus der Geographie, Finanz- und Politikwissenschaft, Soziologie sowie Sozialer Arbeit und fragen, was die Ursachen und Folgen der Austeritätspolitik sind und welche Visionen es für eine Verbesserung gibt. Dabei kommen neben Wissenschaftler*innen auch Praktiker*innen, etwa aus dem kommunalen Spitzenverband und dem Sachverständigenrat für Wirtschaft der Bundesregierung, zu Wort. Sie argumentieren, dass auskömmliche Kommunalfinanzen zentral sind – nicht nur für eine gut ausgestattete öffentliche Daseinsvorsorge, sondern auch gegen die aktuelle rechte Landnahme. 

Wie digitale Plattformen Politische Parteien verändern

Neuerscheinung in der Zeitschrift "Environment and Planning C. Politics and Space"

Ein aktueller Beitrag der Universitäten Würzburg und Halle zeigt am Beispiel der Bundesrepublik, wie wichtig es ist, die Veränderung der Geographie von Parteien und der politischen Mobilisierung genauer zu untersuchen.

Yannick Ecker (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) und Matthias Naumann “Towards a platformization of politics? Fragmentation, digitalization, and new geographies of the political party”. Darin diskutieren die Autoren aktuelle Entwicklungen der Politischen Geographien von Parteien. Der Beitrag ist online frei verfügbar unter: https://journals.sagepub.com/doi/10.1177/23996544261443900

Neuer Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe Humangeographie

Zum 1. April 2026 trat Dr. Andreas Kallert seinen Dienst als Akademischer Rat auf Zeit in der Arbeitsgruppe Humangeographie an. Andreas Kallert studierte in Bamberg Politikwissenschaften und promovierte an der Philipps-Universität Marburg. Zuletzt war er wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe Wirtschaftsgeographie der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Dort leitete er das DFG-Projekt „Die Ausgestaltung von Schuldenhilfen für finanzschwache, kleine Kommunen in Deutschland“ sowie das Forschungsprojekt „DIYhoch3 – Jugendliche kulturelle Selbstorganisation im Dreiländereck Bayern-Sachsen-Thüringen“ im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Im Mai erscheint der gemeinsam mit Simon Dudek (Eichstätt) herausgegebene Band „Krisen ländlicher Räume: Ursachen und Folgen von Austeritätspolitik in Kommunen“ in der Reihe „Kritische Landforschung“ beim transcript Verlag.
An der Universität Würzburg wird Andreas Kallert sich in Lehre und Forschung in den Bereichen Geographie ländlicher Räume, Politische Geographie und Fiskalgeographie einbringen. Herzlich Willkommen!

Call for Papers: Ländliche Mobilitäten

Workshop am 22. und 23. Oktober 2026

Im Oktober 2026 wird die Abteilung für Humangeographie gemeinsam mit Andreas Kallert (Würzburg(, Michael Mießner (Trier) und Anke Strüver (Graz) einen Workshop zum Thema ländliche Mobilität im Schelling Forum in Würzburg organisieren.

https://www.geographie.uni-wuerzburg.de/fileadmin/04140000/news_2025/20251112_cfp_laendliche_mobilitaeten.pdf 

Podcast: Der Wandel des lokalen Staates

Für den Urban Political Podcast hat der Würzburger Geographieprofessor Matthias Naumann mit Dr. Gala Nettelbladt (Bauhaus-Uni Weimar) zwei Folgen gestaltet. Thema: der progressive oder autoritäre Wandel lokaler Staatlichkeit. 

Website des Podcast: https://urbanpolitical.online/

Call for Papers „Rural Politics of the Far Right”

Auf der Annual International Conference der Royal Geographical Society/Institute of British Geographers, die vom 1. bis 4. September 2026 in London stattfindet, organisieren Bernd Belina (Frankfurt am Main) und Matthias Naumann (Würzburg) die Session „Rural Politics of the Far Right”. Abstracts im Umfang von bis zu 200 Wörtern, können bis zum 20. Februar 2026 an Bernd Belina (belina@em.uni-frankfurt.de) und Matthias Naumann (matthias.naumann@uni-wuerzburg.de) eingereicht werden.

Rural Politics of the Far Right 

In a multitude of regions across the globe, far-right political parties have demonstrated a notable degree of success, particularly in rural areas. This phenomenon is especially pronounced in areas that are economically disadvantaged and have experienced marginalization as well as stigmatization. However, the manner in which the far right intends to confront the challenges faced by these rural regions remains to be elucidated. Furthermore, it is imperative to assess whether far-right parties effectively address the specific challenges confronting these regions and communities.

The session invites contributions to an analysis of the political activities of the far right in, for, or through rural areas. We posit that a more profound comprehension of the rural dimensions of far-right politics, their absence, contradictions, past development, and national differences can enhance the extant discourse on the political geographies of the far right. To that end, we invite submissions of papers from diverse empirical and geographical backgrounds on the following (or other related) issues:

  • How does the far right think about "the rural"? What are their ideas about the past and future of rural areas?
  • What problems are the far right identifying in their rural policies, and who do they blame for them?
  • What are far-right suggestions for regional policy to deal with problems in rural areas, such as economic and demographic decline or infrastructure decay? What are the far-right positions in other rural-related fields, such as agricultural politics?
  • What is the far right organized like in rural areas? Who is part of their network? What do the national parties of the far right have planned for rural areas?
  • What methodological tools could be useful for studying the political activities of the far right in rural areas?
  • What theoretical tools can help us understand the connection between the far right and rural places?