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Institut für Geographie und Geologie

Systemische Modellierung

Klimamodelle sind vereinfachte mathematische Abbildungen des komplexen irdischen Klimasystems. Um die Vergangenheit rekonstruieren und um sich auf zukünftige Veränderungen des Klimas vorbereiten zu können, ist die Weiterentwicklung von Klimamodellen sehr wichtig. Wechselwirkungen und Rückkopplungen zwischen den einzelnen Komponenten spielen im Klimasystem eine wichtige Rolle. Ziel der Klimamodellentwicklung ist es, möglichst viele dieser Prozesse in ein Modell integrieren zu können. Sind die wichtigsten Komponenten wie Atmosphäre, Lithosphäre, Biosphäre, Hydrosphäre, Kryosphäre und Anthroposphäre enthalten, spricht man von einem Erdsystemmodell. Diese Globalmodelle (GCM) sind allerdings aufgrund der limitierten Rechnerleistung und ihrer deshalb geringen Auflösung (ca. 200km Gitterbreite) für viele Fragestellungen ungeeignet.

Gemeinsam mit dem Deutschen Klimaservice Zentrum (GERICS) soll durch die Weiterentwicklung des regionalen Klimamodells REMO ein regionales Systemmodell entstehen. Dieses dient zur Generierung von Klimainformationen. Es soll regionale Änderungen des Klimas detaillierter beschreiben können als das bisher möglich war, so dass diese Informationen der Klimafolgenforschung bereitgestellt werden können.

Unser Schwerpunkt liegt hierbei auf der Entwicklung eines Moduls, das dynamische und vorgegebene Änderung der Landoberfläche, wie sie z. B. durch anthropogene Landnutzungsänderungen, Bewässerung oder Desertifikation entstehen, annimmt und im Klimamodell verarbeitet.