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Earth Observation Research Cluster

GLOWA-Volta

Das Projekt ist Teil des GLOWA Programm, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert wird. Zusätzliche Mittel werden vom Ministerium für Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen zur Verfügung gestellt.Das zentrale Ziel des GLOWA Volta Projektes (GVP) ist die Analyse der physischen und sozioökonomischen Bedingungen des Wasserkreislaufs im Voltabecken und die diesbezüglichen Auswirkungen globalen Wandels. Darauf aufbauend entwickelt unser Team ein wissenschaftlich fundiertes System zur Entscheidungshilfe (Decision Support System – DSS) im Bereich des Wasserressourcenmanagements.

Das DSS ist als ein umfassendes Rahmenwerk zur Überwachung und Simulation des Wasserressourcenflusses geplant und interdisziplinär angelegt. Entscheidungsträgern soll damit die Einschätzung des Einflusses verschiedener Faktoren auf die soziale, ökonomische und biologische Produktivität der Wasserressourcen erleichtert werden.

Das Einzugsgebiet des Voltaflusses (Abbildung 1) ist eine der ärmsten Regionen Afrikas; denn trotz einiger wertvoller Mineralvorkommen wird in der Region nur ein durchschnittliches Pro-Kopf-Einkommen von US$ 800 im Jahr erreicht. Für die Mehrheit der Bevölkerung Ghanas ist die Landwirtschaft – als Regenfeldbau oder Bewässerungslandwirtschaft - wichtigste Lebensgrundlage und Einkommensquelle. Bei den gegenwärtigen Bevölkerungswachstumsraten von über 3% pro Jahr nimmt deshalb der Nutzungsdruck auf die Boden- und Wasserressourcen ständig zu.

Eine Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion in den wechselfeuchten Savannen Westafrikas hängt von der Entwicklung der oberirdischen Wasserressourcen und deren effizienter Nutzung ab. Programme zur Nutzbarmachung der Wasserressourcen im oberen Einzugsgebiet des Voltaflusses haben Auswirkungen auf die Wasserverfügbarkeit flussabwärts, insbesondere auf den Voltastausee, von dem die Stromversorgung der urbanen Bevölkerung Ghanas abhängt.

Ein Teilaspekt der Analysen liegt in der Untersuchung der Landbedeckung. Die Bearbeitung dieses Aufgabenbereichs ist im Lehrstuhl für Fernerkundung der Universität Würzburg angesiedelt. Die hier gesammelten Daten umfassen detaillierte Informationen zur Vegetation, dem Boden und verschiedenen Formen der Landnutzung, die als Input für die meteorologischen und hydrologischen Modelle dienen. Es geht um das Verständnis der Interaktion von sozialem und natürlichem Umfeld, so dass Veränderungen der Land- und Bodennutzung im Voltabecken und deren Auswirkungen auf den Wasserkreislauf in einem Modell erfasst werden können.

Grundlage hierfür sind regelmäßige Updates der Landbedeckungsklassifikation, die je nach Anwendung auf 30 m (Landsat, ASTER) bis 250 m (MODIS) Basis erzeugt werden. Darüber hinaus werden am Lehrstuhl Zeitserien von MODIS-Datenprodukte der NASA (Reflexionsgrade, Vegetationsindizes und der Blattflächenindex) generiert und ausgewertet.

Folgende Produkte werden im Fernerkundungsbereich des GLOWA Volta Projekts erstellt:

  • Klassifikation der Landbedeckung
  • Analyse und Parametrisierung der Landbedeckungsänderung
  • Erfassung der Zusammenhänge von Landbedeckung und Biodiversität
  • Modellierung der Biomasse
  • Erfassung des Einflusses von Landbedeckungsänderung auf die CO2-Bilanz

     

Kontakt: l-geofernerkundung@uni-wuerzburg.de