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Institut für Geographie und Geologie

Schülerinnen erlebten VR-Exkursion zu Korallenriffen

14.07.2026

Geographiedidaktik trifft Oberstufe: Fünf Lehramtsstudierende der Uni Würzburg erprobten eine von Virtual Reality gestützte Unterrichtseinheit am St.-Ursula-Gymnasium.

Die Lehramtsstudierenden Luis Thiem, Jenny Gleisner, Niclas Eckert, Helena Kreutzberger und Kara Müller im St.-Ursula-Gymnasium. (Bild: Harald Retsch / St.-Ursula-Gymnasium)

Niclas Eckert, Jenny Gleesner, Helena Kreutzberger, Kara Müller und Luis Thiem besuchten Schülerinnen der 11. Jahrgangsstufe des St.-Ursula-Gymnasiums in Würzburg, um ihre selbst entwickelte Virtual-Reality-Exkursion zu erproben. Die fünf Lehramtsstudierenden der Geographie hatten drei Unterrichtsstunden geplant, um das VR-gestützte Unterrichten zu testen – und stießen auf Begeisterung.

Zunächst sollten die Schülerinnen die ökologischen, sozialen und ökonomischen Ursachen des globalen Korallensterbens analysieren. Anschließend galt es, die Wechselwirkungen mit Tourismus, Fischerei, Schadstoffen und Klimawandel zu klären.

Abschließend wurde diskutiert, welche Schutz- und Restaurationsmaßnahmen sich ergreifen lassen, um das globale Riffsterben deutlich zu verringern und nachhaltige Möglichkeiten zu schaffen, die diese faszinierende Unterwasserwelt mit neuem Leben füllen. Um diesen Prozess in Gang zu setzen, sind vielfältige Aktivitäten auf verschiedenen Ebenen nötig.

Sonnencreme und Mikroplastik als Stressfaktoren

Den Schülerinnen wurde bewusst, dass zu den vom Menschen verursachten Stressfaktoren für Riffe unter anderem der Schadstoffeintrag durch Sonnencreme und Mikroplastik gehören. Hinzukommen physische Schäden an Riffen, die durch sorglose Taucher und Schnorchler entstehen.

Sehr schnell wurde den Schülerinnen klar, dass sie das Problem nicht alleine lösen, aber dennoch ihren Beitrag leisten können – etwa durch die Verwendung geeigneter Sonnencremes, die Auswahl der Reiseart, den Umgang mit der Natur vor Ort oder die sorgsame Gestaltung des eigenen Speiseplans.

Dozent sieht große Chancen für VR

Daniel Wirth, JMU-Dozent für Didaktik der Geographie, sieht große Chancen für den Einsatz von VR-Technik zum Beispiel im Unterricht der Fächer Geographie, Physik und Chemie, aber auch in der beruflichen Bildung. Ihre Stärken liegen nach seiner Einschätzung darin, dreidimensionale Eindrücke zu schaffen, die sich analog nicht so einfach erleben lassen.

Dass es diese Technik nicht zum Nulltarif gibt, ist klar. Das betrifft sowohl die technische Ausstattung als auch die Erstellung der Konzepte. Wer diesen Aufwand nicht scheut, erhält einen weiteren Baustein für guten Unterricht.

Von Harald Retsch / St.-Ursula-Gymnasium

Originalartikel im einBLICK

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