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INSTITUT FÜR GEOGRAPHIE UND GEOLOGIE

Aktuelle Meldungen


Ausschreibung Juniorprofessur

In der Philosophischen Fakultät der Universität Würzburg ist am

Institut für Geographie und Geologie eine Vollzeitstelle für eine/einen

Juniorprofessorin/Juniorprofessor

der BesGr. W 1 für Georessourcenforschung

mit Tenure Track auf eine Universitätsprofessur der BesGr. W 2

zum 01.04.2021 zu besetzen.

Die Juniorprofessur ist im Beamtenverhältnis auf Zeit für die Dauer von zunächst drei Jahren zu besetzen. Das Beamtenverhältnis auf Zeit soll bei Bewährung bis zu einer Gesamtdauer von sechs Jahren verlängert werden. Nach der erfolgreichen Zwischenevaluation und frühestens zwei Jahre vor Ablauf des Beamtenverhältnisses auf Zeit kann durch einen Antrag des Juniorprofessors/der Juniorprofessorin das Tenure-Track-Verfahren gestartet werden. Die Verstetigung und Ernennung zum/zur Universitätsprofessor*in der BesGr. W 2 in einem Beamtenverhältnis auf Lebenszeit wird nur gewährt, wenn der/die Juniorprofessor*in sich nach den Vorgaben des universitätsinternen Qualitätssicherungskonzeptes bewährt hat.

Der Bewerber/die Bewerberin hat den Bereich der Georessourcenforschung in Forschung und Lehre zu vertreten. Schwerpunkte der Forschung sollen im Bereich der nachhaltigen und effizienten Nutzung von Georessourcen im Kontext des globalen Wandels liegen. Daneben sind Forschungen zur Verteilung, zukünftigen Verfügbarkeit und gerechten Nutzung von Georessourcen sowie zur Kreislaufwirtschaft willkommen. Es wird die aktive interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den vorhandenen Arbeitsgruppen am Institut und an der Universität erwartet.

Die Professur ist mit Lehr- und Prüfungsverpflichtungen in allen derzeitigen Studiengängen der Geographie an der Universität Würzburg integriert. Erfahrungen bei der Einwerbung von Drittmitteln und in interdisziplinärer Forschungskooperation sind erwünscht.

Einstellungsvoraussetzungen sind ein einschlägiges abgeschlossenes Hochschulstudium, pädagogische Eignung undbesondere Befähigung zu wissenschaftlicher Arbeit, die in der Regel durch die herausragende Qualifikation einer Promotion im Bereich der Geowissenschaften nachgewiesen wird (vgl. Art. 14 Satz 1 BayHSchPG).

Sofern vor oder nach der Promotion eine Beschäftigung als wissenschaftliche Mitarbeiterin/wissenschaftlicher Mitarbeiter oder als wissenschaftliche Hilfskraft erfolgte, sollen Promotions- und Beschäftigungsphase zusammen nicht mehr als sechs Jahre betragen (vgl. Art. 14 Satz 3 BayHSchPG).

Die Universität Würzburg misst einer intensiven Betreuung der Studierenden und Promovierenden große Bedeutung zu und erwartet von den Lehrenden ein entsprechendes Engagement.

Die Universität Würzburg strebt eine Erhöhung des Anteils von Frauen in Forschung und Lehre an und bittet deshalb entsprechend qualifizierte Wissenschaftlerinnen ausdrücklich um ihre Bewerbung.

Schwerbehinderte Bewerberinnen oder Bewerber werden bei ansonsten im Wesentlichen gleicher Eignung bevorzugt eingestellt.

Bewerbungen sind mit den üblichen Unterlagen (datierter, unterschriebener Lebenslauf, Schulabschlusszeugnisse, Zeugnisse über akademische Prüfungen, Schriftenverzeichnis, Verzeichnis der akademischen Lehrveranstaltungen, Verzeichnis über bisherige Drittmittelprojekte) bis zum 01.03.2021 einzureichen an den Dekan der Philosophischen Fakultät der Universität Würzburg, Am Hubland, 97074 Würzburg. Es wird gebeten, einen Bewerbungsbogen auszufüllen und diesen, bitte als Word-Dokument, per E-Mail (berufungsverfahren.phil@uni-wuerzburg.de) an das Dekanat zu senden.

Die Bewerbung beinhaltet das Einverständnis der Bewerber/innen zur elektronischen Erfassung der Bewerbungsunterlagen, der Erstellung von Kopien, der Aufbewahrung und der eventuellen Weitergabe der Bewerbungsunterlagen an die Gutachter sowie der Rückgabe der Bewerbungsunterlagen erst nach Abschluss des Verfahrens.

Bewerbungsbogen und weitere Informationen zur Bewerbung unter: www.phil.uni-wuerzburg.de/berufungen/

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Nachruf Ekkehart Tillmanns (1941 - 2020)

Zur Erinnerung an Ekkehart Tillmanns

In der Nacht vom 29. zum 30. Dezember 2020 verstarb Prof. Dr. Ekkehart Tillmanns wenige Wochen vor seinem 80. Geburtstag. Im Juni 2020 wurde ihm die Abraham-Gottlob-Werner-Medaille in Gold für seine großen Verdienste um die Förderung der Mineralogischen Wissenschaft als eine der höchsten Auszeichnungen der Deutschen Mineralogischen Gesellschaft verliehen.

Von 1991 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2009 war er am Institut für Mineralogie und Kristallographie an der Universität Wien tätig. Davor wirkte er als Hochschullehrer an den Universitäten Mainz und Würzburg.

Einige Bemerkungen zu seiner Würzburger Zeit (von em. Prof. Martin Okrusch)

Nach der Emeritierung von Professor Willi Lindemann erhielt Ekkehart Tillmanns 1985 den Ruf auf die C3-Professur für Allgemeine Mineralogie/Kristallographie am Mineralogischen Institut der Universität Würzburg. Zu dieser Zeit war die Würzburger Kristallographie – nicht zuletzt dank der Bemühungen seines Vorgängers Willi Lindemann – apparativ und personell sehr gut ausgestattet. Um so erstaunlicher ist es jedoch, dass während der gesamten Amtsperiode Lindemanns keine nennenswerte Forschung stattfand und auch die Lehre wenig attraktiv war. So gingen die Würzburger Studentinnen und Studenten der Geologie jeweils ein Semester nach Mainz, um ihren Übungsschein in Kristallographie zu erwerben! Das änderte sich schlagartig mit Ekkehart Tillmanns‘ Amtsantritt. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger besaß er ein ausgeglichenes, freundliches Wesen, mit dem er Mitarbeiter motivieren und Studentinnen und Studenten für kristallographische Themen interessieren, ja begeistern konnte. So waren auch bald Diplomanden und Doktoranden an den Forschungen seiner Arbeitsgruppe beteiligt. Ekkehart Tillmanns‘ Assistent Reinhard X. Fischer habilitierte sich 1990 in Würzburg über den Zeolith ZK-5 und wurde bald darauf auf eine C3-Professur an die Universität Bremen berufen. In den nur sechs Jahren, die Tillmanns in Würzburger wirkte, publizierte seine Arbeitsgruppe 26 Arbeiten zu einem breiten Themenspektrum in internationalen Fachzeitschriften, einige davon in Zusammenarbeit mit Kollegen aus der Würzburger Chemie, und erhielt vier DFG-Anträge bewilligt.

Für das Würzburger Mineralogische Institut – dem Vorgänger des heutigen Lehrstuhls für Geodynamik und Geomaterialforschung -  war Ekkehart Tillmanns ein sehr geschätzter Kollege, der wesentlich zu einer freundschaftlichen Atmosphäre im Institut beigetragen hatte. Er hat in Würzburg viele Freunde gefunden, die es sehr bedauerten, dass er 1991 einem Ruf auf die ordentliche Professur an der Universität Wien folgte, den er letztlich nicht ablehnen konnte.